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Prävention

Krankenhaus-Report 2003 zum Schwerpunktthema DRGs erschienen

22. Februar 2007

Krankenhaus-Report-Mitherausgeber Dr. Henner Schellschmidt vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) stellte fest, dass die DRGs das Gesundheitssystem deutlich verändern werden.

 

Dies werden sowohl die Beschäftigten im Gesundheitswesen als auch die Bürger und nicht zuletzt die PatientInnen spüren. Deshalb beschäftigte sich der neue Krankenhaus-Report intensiv mit dem speziell für Deutschland entwickelten System der G(erman)-DRGs. Der Systemwechsel in der Krankenhausvergütung wurde Anfang 2003 eingeleitet. Fast die Hälfte aller Deutschen Krankenhäuser haben das sog. Optionsjahr genutzt, um freiwillig auf Basis der neuen Fallpauschalen (DRGs) abzurechnen. Seit diesem Jahr ist das neue Abrechnungssystem Pflicht.

Der Krankenhaus-Report enthält zentrale DRGs-Informationen der rd. 600 Krankenhäuser, die bereits 2003 ihre Leistungsabrechnung umgestellt haben. Behandelt werden im Report die konkrete Ausgestaltung des Vergütungssystems, die Anpassungs- und Reaktionsprozesse auf betrieblicher Ebene, Impulse auf das Gesundheitssystem sowie die Weiterentwicklung des ordnungspolitischen Rahmens.

Der Krankenhaus-Report erscheint jedes Jahr mit aktuellen Analysen und Daten zur Krankenhausversorgung in Deutschland. Zur aktuellen Ausgabe schreibt das WidO:

"Der Leser erhält mit dem Krankenhaus-Report ein fundiertes Kompendium mit aktuellen Schwerpunktthemen und Diskussionsbeiträgen renommierter Autoren sowie mit umfassenden Daten über Deutsche Krankenhäuser. Neu: Die krankenhauspolitische Chronik mit den wichtigsten Entscheidungen seit dem Jahr 2000".

Fehlzeiten-Report 2003 erschienen - Schwerpunkt: Wettbewerbsfaktor Work-Life-Balance

Wie der Presseinformation des Wissenschaftlichen Institutes der AOK (WIdO) vom 2.12.2003 zu entnehmen ist, gibt es immer mehr Arbeitsausfälle durch psychische Erkrankungen. Die Zahlen des Fehlzeiten-Reports belegen, dass die psychisch bedingten Krankheitsfälle kontinuierlich zunehmen. Die Zahl der auf psychische Erkrankungen zurückgehenden Krankmeldungen ist bei den der Berechnung zugrunde liegenden Krankmeldungen von knapp 11 Mio. AOK-Mitgliedern seit 1994 um 74,4 % gestiegen. Bei den psychischen Erkrankungen dominieren Depressionen und neurotische Erkrankungen erläutert Christian Vetter, Mitherausgeber des Reports. "Dazu gehören beispielsweise Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und psychosomatische Erkrankungen.

Der Anteil der psychischen Störungen an den Fehlzeiten schwankt in den einzelnen Branchen erheblich. Inzwischen sind die psychischen Erkrankungen bei den Frauen der häufigste und bei den Männern der zweithäufigste Grund für den Eintritt von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit."

Nicht zuletzt im Hinblick auf die angestrebte Erhöhung des Renteneintrittsalters müsse daher der Prävention in diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, so die Herausgeber der Fehlzeiten-Reports. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen werden für das Jahr 2001 auf 3 Mrd. Euro geschätzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einem weiteren Anstieg der Erkrankungen.

Mehr Infos finden Sie im Internet unter www.WIdO.de.

ABC der Rehabilitation

In einer Neuauflage ist jetzt das "ABC der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX)" beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., (BSK), erschienen. Dieses Nachschlagwerk erläutert in Stichworten und leicht verständlich die Regelungen für Menschen mit Behinderungen und die besonderen Regelungen zur Teilnahme schwerbehinderter Menschen (Schwerbehindertenrecht, ehemals Schwerbehindertengesetz, nunmehr SGB IX, Teil 2). Es erfüllt damit auch eine Art Wegweiserfunktion durch das neue Recht und kann dadurch vielen betroffenen Menschen und ihren Angehörigen sicherlich eine Hilfe sein.

Die Broschüre ist kostenlos zu beziehen beim BSK e.V., "ABC der Rehabilitation", Postfach 20, 74238 Krautheim (bitte frankierten DIN-A-5-Rückumschlag mit Adresse beifügen)."

Internationale Datenbank "HP-Source"-Informationen zur Gesundheitsförderung in Europa

HP-Source ist eine Datenbank, die Strategien, Infrastrukturen und Methoden der Gesundheitsförderung von über 24 europäischen Ländern auf nationaler, regionaler und örtlicher Ebene beinhaltet.

Ziel dieser Datenbank ist es, die Effektivität und Effizienz der Gesundheitsförderungsstrukturen und Methoden in Europa zu maximieren. Die Datenbank HP-Source dient nicht nur als Informationsdrehscheibe, sie will Prozesse in der Gesundheitsförderung in Europa optimieren und Instrument für Analysen sein. Deshalb bietet die Datenbank darüber hinaus viele "Verlinkungen" zu anderen Projekten an.

Das Projekt wurde durch die Europäische Kommission mitfinanziert und mit Hilfe der London School of Hygiene und Tropical Medicine, der IUHPE, der BZgA und vielen anderen EU-Partnern aufgebaut.

Der deutsche Teil wurde im Auftrag der BZgA von Frau PD Dr. Ulla Walter von der Medizinischen Hochschule Hannover recherchiert und erstellt.

HP-Source ist zugänglich für alle und wurde vornehmlich für Institutionen der Öffentlichen Gesundheit, internationale Gesundheitsförderungsinstitutionen und politische Entscheidungsträger errichtet.

Die Datenbank und weitere Informationen erhalten Sie unter www.HP-Source.net.

Public Health im Internet [2]

Ab November können gesundheitswissenschaftlich relevante Informationen online über das "Public Health-Portal" (www.ph-portal.info) abgerufen werden.

Ziel des Public Health-Portals ist es, den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, die Politik und die Praxis des Gesundheitswesens zu intensivieren.

Für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz wird sukzessive ein länderübergreifendes Wissens- und Informationsangebot aufgebaut, das

  • die Institutionen und Akteure im Bereich Public Health vorstellt.
  • einen Einblick in Forschung, Lehre und Praxis gibt und
  • Informationen zu aktuellen Themen aus Wissenschaft, Politik und Versorgungspraxis bereitstellt.

Das Public Health-Portal richtet sich mit seinem Wissens- und Informationsangebot zum einen an Experten aus Politik, Versorgungspraxis und Wissenschaft. Darüber hinaus möchte das Portal insbesondere auch interessierte Bürger, Versicherte und Patienten erreichen und ihnen einen Einblick in das Forschungs- und Praxisfeld Public Health ermöglichen.

Das Public Health-Portal ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms "Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen" gefördertes Entwicklungsprojekt (Dienstleistungsinitiative 2010). Während der zweijährigen Aufbauphase ist das Projekt an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld angesiedelt. Nach Ablauf der Forschungsförderung wird eine institutionelle Anbindung an bereits bestehende Public Health-Fachverbände angestrebt.

Neue Projektdatenbank ProDat - Gewalt gegen Kinder [3]

Einrichtung einer Projektdatenbank des Informationszentrums Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung mit Praxisprojekten im Bereich Gewalt gegen Kinder.

Das Informationszentrum Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung (IKK) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) wird eine Bestandsaufnahme über derzeitige nationale Praxisprojekte durchführen. Dazu wird eine Datenbank erstellt, die einen bundesweiten Überblick über bestehende Projekte der primären, sekundären und tertiären Prävention von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung geben soll.

Mit der Veröffentlichung der Datenbank im Internet werden Informationen und Adressen relevanter Projekte für ExpertInnen der Jugendhilfe, Schulen, Kindertagesstätten und der außerschulischen Kinderbetreuung sowie für ÄrztInnen und TherapeutInnen, aber auch für Politik, Justiz, Wissenschaft und Forschung zur Verfügung stehen. Den erfassten Projekten kommt die Datenbank als eine weitreichende Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit zugute.

Bitte um Meldung von Praxisprojekten

Um ein möglichst umfangreiches Spektrum der Praxisprojekte darstellen zu können, bittet das DJI um Ihre Mithilfe: Bitte beteiligen Sie sich an der Erhebung, falls Sie ein Praxisprojekt zum Thema Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung durchführen. Bitte informieren Sie auch Ihnen bekannte Projekte über die Erhebung oder teilen Sie dem DJI deren Kontaktadresse mit. Zu Ihrer Erleichterung hat das DJI einen Fragebogen entworfen, den Sie unter www.dji.de/ikk online ausfüllen können.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Petra Rücker, Telefon 089 62306-238, Fax 089 62306-162, E-Mail: ruecker@dji.de

Aktionsplan Drogen und Sucht [4]

Das Bundeskabinett hat den "Aktionsplan Drogen und Sucht" verabschiedet. Dieses Konzept gibt die Strategie vor, wie die Suchtprobleme in den nächsten fünf Jahren bekämpft werden sollen. Die Kerngedanken sind zielgruppengerichtete Prävention, Einbeziehung der so genannten legalen Suchtstoffe wie Alkohol, Tabak und Medikamente sowie internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Drogenproblematik. Die Parlamentarische Staatssekretärin und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, unter deren Federführung der Aktionsplan Drogen und Sucht erarbeitet wurde, erläutert seine Zielsetzungen:

"Jedes fünfte Bett in deutschen Krankenhäusern ist ein ‚Suchtbett‘, jeder zehnte Arztbesuch ist ein ‚Suchtbesuch‘. Die gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Schäden durch Suchtmittelkonsum sind beträchtlich. Der Aktionsplan Drogen und Sucht ist eine moderne Agenda für die Bewältigung der Suchtproblematik. Wir gehen sowohl Probleme wie die Glücksspielsucht als auch neue Konsummuster an, z. B. das Rauschtrinken bei Jugendlichen und der Mischkonsum in der sogenannten Partyszene.

In Deutschland leben 16,7 Mio. Raucherinnen und Raucher. Das heißt, jeder Fünfte raucht. Ein vorrangiges Ziel ist deshalb die Senkung der Raucherquote, vor allem bei den jugendlichen. Sorge bereitet auch der Anstieg der Raucherquote bei den Frauen, die derzeit bei 31 Prozent liegt. Mittlerweile sterben jährlich über 9.000 Frauen an Lungenkrebs, einer Todesursache, die hauptsächlich auf das Rauchen zurückzuführen ist und bei Frauen früher praktisch nicht vorkam. Die Zahl steigt pro Jahr um etwa 3,5 Prozent.

Die Instrumente zur Reduzierung der Suchtprobleme reichen von der geplanten Einrichtung einer bundesweit erreichbaren Suchthotline über verbesserte Früherkennung bei entstehenden Suchterkrankungen und Förderung der Selbsthilfe bis zur Eindämmung des Zigarettenschmuggels. Bewährte Projekte werden weitergeführt, so z. B. die Suchtprävention in Sportvereinen.

Bisher fehlte in Deutschland ein umfassender und verlässlicher Orientierungsrahmen für die Drogen- und Suchtpolitik. Diese Lücke schließt der Aktionsplan, der in die europäische und internationale Drogenpolitik eingebettet ist. Der Aktionsplan vertritt eine realitätsbezogene und ausgewogene Drogen- und Suchtpolitik."

Der "Aktionsplan Drogen und Sucht" findet sich im Internet unter http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/praevention/drogen/2329.cfm.

Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mohrenstraße 62, 10117 Berlin, Telefon 01888 441-1441, Fax 01888 4414900

Neue Datenbank zur Frauengesundheit [5]

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat seit November 2003 eine Internetdatenbank zu Frauengesundheit und Gesundheitsförderung online geschaltet, die mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) gemeinsam erarbeitet wurde. Die Datenbank enthält u. a. zu 26 ausgewählten Gesundheitsthemen wie z. B. Sucht, Aids und Gewalt Literaturangaben, Datenquellen, Organisationen und Linklisten für die "Regionen" Deutschland, Europa, USA und international. Damit wird ein systematischer Überblick über den Wissensstand in zentralen Themenfeldern geschaffen. Dezentral vorhandene Informationen über Akteure, Arbeitsschwerpunkte und Strategien werden zusammengeführt. Die Datenbank ermöglicht einen schnellen Zugriff auf aktuelle und verlässliche frauenspezifische Gesundheitsinformationen. Aufbau und Inhalt der Datenbank richten sich an dem interdisziplinären und integrativen Ansatz der Frauengesundheitsforschung aus, bei dem medizinische, psychologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Die Datenbank ist nicht für Patientinnen konzipiert, sondern für Fachfrauen aus der Praxis sowie Forscherinnen.

Im Rahmen einer internationalen Fachtagung Mitte November 2003 in Köln wurde die Datenbank Experten und Expertinnen aus den Bereichen Gesundheitsinformation und Frauengesundheit vorgestellt. Nützliche Informationszugänge für die Weiterentwicklung der Datenbank wurden erörtert. Es wurde schwerpunktmäßig zur Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Gesundheitsinformationen gearbeitet. Dabei wurden andere Datenbanken und deren Erfahrungen präsentiert, so z. B. die Datenbank WAVE zu Gewalt gegen Frauen, die Datenbank des Frauengesundheitszentrums Graz und eine neue Datenbank der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) zu weltweiten medizinischen Informationen. Eine Dokumentation der Fachtagung ist in Vorbereitung.

Die Datenbank finden Sie unter: www.bzga.de/frauengesundheit

Einmischen Mitmischen [6]

Die umfassende und bundesweit verwendbare Broschüre trägt in 13 Kapiteln Zahlen, Fakten und gesetzliche Bestimmungen zusammen, die die derzeitige Situation von Mädchen und Frauen mit Behinderungen darstellen. Die einzelnen Kapitel werden mit Kurzreportagen eingeleitet und verfügen jeweils über einen ausführlichen Adressenteil, Links im Internet sowie Literaturtipps. Die von den mehrheitlich selbst behinderten Autorinnen aufgegriffenen Themen reichen von den Ausbildungsmöglichkeiten und der Erwerbstätigkeit über Sexualität, Alter, Ethik bis zur rechtlichen Gleichstellung. Die Broschüre beinhaltet ein hilfreiches Stichwortverzeichnis sowie ein ausführliches Glossar von A - Z an zusätzlichen Informationen.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Einmischen Mitmischen. Informationsbroschüre für behinderte Mädchen und Frauen. Auflage 2003, 180 Seiten. Kostenloser Bezug per Post: BMFSFJ, 53107 Bonn, per Telefon: 0180 5329329, per E-Mail: broschuerenstelle@bmfsj.bund.de, im Internet unter http://www.einmischen-mitmischen.de/situation

 


[1] Quelle: Presseinformation des Wissenschaftlichen Instituts der AOK

[2] Quelle: Public Health Forum Nr. 41, Dezember 2003

[3] Quelle: DJI Bulletin 64, Herbst 2003

[4] Quelle: Blätter der Wohlfahrtspflege 6/2003

[5] Quelle: Newsletter zur Gesundheitsförderung impulse 41/2003

[6] Quelle: Rundbrief Nr. 16 Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen, Dezember 2003