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Rosa Beilage 2/2017

MEDI und Techniker Krankenkasse haben Selektivvertrag „zur besonderen psychotherapeutischen Versorgung“ in Baden-Württemberg abgeschlossen

16. Mai 2017
 

(bk). In der vorangegangenen „Rosa Beilage“ haben wir darüber berichtet, dass MEDI Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse einen Selektivvertrag außerhalb der Regelversorgung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" geschlossen haben.

Inzwischen - seit April 2017 - ist die Vereinbarung jetzt gestartet. Sie soll für rund 1,1 Millionen Versicherte der Krankenkasse sowie für die rund 2.500 TherapeutInnen im Südwesten deutliche Verbesserungen bringen, versprechen MEDI und TK.

So sollen für TherapeutInnen neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung interessanter machen. Auch Gruppentherapien würden aufgewertet, um möglichst vielen PatientInnen zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.

Für PatientInnen sollen lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie bald der Vergangenheit angehören: Laut der Vereinbarung sollen PatientInnen in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten – bisher können dabei Monate vergehen. Kürzere Wartezeiten sollen auch dadurch erreicht werden, dass TherapeutInnen freie Therapieplätze ins Internet einstellen.

Mit dem schnelleren Behandlungsbeginn verbinde sich auch die Perspektive auf eine raschere Rückkehr ins Berufsleben und kürzere Klinikaufenthalte. So werde die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert.

Der DGVT-BV beteiligt sich an diesem Vertrag, analog zum PNP-Vertrag und zum AOK-Vertrag in Baden-Württemberg, wieder als Verband im Rahmen des sog. Lenkungsausschusses. Vertreter unseres Verbands im Lenkungsausschuss ist Dr. Wolfgang Bürger aus Karlsruhe.

Der Vertrag, aktuelle Informationen und Übersichten, Formulare und Teilnahmeerklärungen sind zu finden unter  www.medi-verbund.de/2112.html.