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Prävention  • Rosa Beilage 1/2010

Präventionsbericht 2009 der gesetzlichen Krankenkassen

28. Januar 2010

Fünf Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankrankassen 2009 für Vorsorge ausgegeben

 

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Gesundheitsvorsorge und Verhütung von Krankheiten sind auf die Rekordsumme von rund fünf Milliarden Euro gestiegen. Zehn Jahre zuvor seien es knapp drei Milliarden Euro gewesen, Anfang der 90er Jahre knapp zwei Milliarden, teilte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am 19. Januar bei der Vorstellung des Präventionsberichts 2009 in Berlin mit.

Durchschnittlich wurden je Versicherten 4,83 Euro für Prävention ausgegeben. Der gesetzliche Richtwert für Ausgaben in diesem Bereich liegt bei 2,78 Euro je Versicherten.

Der Verband trat dem Vorwurf entgegen, Vorsorgeprogramme richteten sich vor allem an vergleichsweise gut verdienende Versicherte. In zunehmendem Maße zählten Kinder, Ältere, Migranten und Arbeitslose zu den Zielgruppen, sagte Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Voß. Angebote in Kindertagesstätten, Schulen und Gemeinden an Versicherte, die von sich aus weniger häufig zur Vorsorge zum Arzt gingen, würden ausgeweitet. Voß forderte die Koalition auf, Prävention zu stärken, die Kosten aber nicht allein bei den Kassen abzuladen. “Wir sagen aber ganz deutlich: Prävention darf weder als finanzieller Verschiebebahnhof noch als primär medizinische Domäne behandelt werden.“ Prävention sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Voß. Neben den Kassen müssten sich daran auch Bund, Länder, Kommunen sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen.

Zuletzt hatte es mehrere Anläufe für ein Präventionsgesetz gegeben. Wegen unterschiedlicher Vorstellungen über Finanzierung und Inhalt war das Gesetzesvorhaben aber immer wieder auf Eis gelegt worden. Die CDU hatte das Gesetzesvorhaben dann scheitern lassen, weil ihr die Vorstellungen von der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bezüglich der Präventionsstiftung nicht gefielen. Ob es wohl ein Präventionsgesetz mit schwarz-gelb geben wird?

Waltraud Deubert