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VPP 4/2015

Privater Gesundheitsdienstleister übernimmt 2016 Unabhängige PatientInnenberatung

11. November 2015
 

Der private Gesundheitsdienstleister Sanvartis wird ab 2016 die Unabhängige Patientenberatung (UPD) übernehmen. Nach sehr kontroverser Auseinandersetzung in Fachkreisen und nach Ende der Einspruchsfristen und des Verfahrens vor der Vergabekammer des Bundes hat der GKV-Spitzenverband  am 18. September 2015 den Zuschlag an Sanvartis erteilt. Die bisherigen Träger – der Sozialverband VdK, Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbund unabhängige Patientenberatung – waren in der öffentlichen Ausschreibung unterlegen. Als ratsuchender Patient ist man auf eine neutrale und von den Krankenkassen unabhängige Beratung angewiesen, zumal sich die rechtlichen und medizinischen Fragen oft auf Probleme beziehen, die in Zusammenhang mit der Krankenkasse stehen. Die DGVT hatte sich deswegen mit einem Schreiben am 14. August an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Karl-Josef Laumann, gewandt (siehe unten).

Die UPD berät ratsuchende PatientInnen, unter anderem in Streitfällen mit Krankenkassen, Krankenhäusern und ÄrztInnen. Da Sanvartis auch für Krankenkassen arbeitet, war von vielen Seiten die Unabhängigkeit und Neutralität angezweifelt worden. Der Patientenbeauftragte Laumann sieht darin kein Problem, wie sein Antwortschreiben an die DGVT zeigt (siehe unten).

Waltraud Deubert

Brief an PatientInnenbeauftragten

Antwortschreiben