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Angestellte und Beamte  • Versorgung  • Rosa Beilage 1/2015

Treffen der BAG Psychosoziale Versorgung im Akutkrankenhaus in Frankfurt a. M.

10. Februar 2015
 

Am 26. Januar 2015 fand das diesjährige Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychosoziale Versorgung im Akutkrankenhaus (BAG-PVA) in Frankfurt a. M. statt. Wie in den vorangegangenen Jahren, lud Frau Grießmeier (Universitätskinderklinik Frankfurt) zum Austausch über die aktuelle Versorgungssituation bzw. zur Entwicklung von Perspektiven für psychosoziale Berufsgruppen im Akutkrankenhaus. Ein großer Verdienst der BAG ist die jährliche Zusammenstellung und Aktualisierung des Leitfadens zum OPS: „Psychosoziale Leistungen im somatischen Akutkrankenhaus dokumentieren und kodieren“ (http://www.bag-pva.de).

Als Gast zur diesjährigen Sitzung eingeladen wurde Herr Dr. Nilges (Beiratsmitglied der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) und Fachvertreter der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und –forschung (DGPSF). Nilges berichtete ausführlich über die Entwicklung der psychologischen Schmerztherapie als Disziplin, die Entwicklungsgeschichte spezifischer und relevanter F-Diagnosen für die Schmerztherapie sowie über die wiederkehrenden Stolpersteine auf dem Weg zu einer Finanzierung der erbrachten psychosozialen Leistungen im Rahmen der stationären Multimodalen Schmerztherapie.

Übergreifend herrschte Konsens darüber, dass ein Bedarf an spezifisch qualifizierten psychosozialen Berufsgruppen im Akutkrankenhaus herrscht. Deren Stellen müssen sicher finanziert sein. Noch herrscht bei den praktisch klinisch Tätigen im psychosozialen und psychotherapeutischen Bereich in Akutkrankenhäusern große  Unsicherheit vor und die KollegInnen erleben fortwährend einen Rechtfertigungsdruck für die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit. Positiv wurde die aktuelle S3-Leitlinie Psychoonkologie thematisiert. Diese erlaubt einen klaren Verweis auf ein zwingend notwendiges Vorhandensein spezifisch ausgebildeter psychosozialer Fachkräfte in der Patientenversorgung im Akutkrankenhaus (vgl. Organzentren, Onkologische Zentren). Moniert wurde in diesem Zusammenhang, dass Zertifizierungsinstitute für onkologische Zentren (im Gegensatz zur Deutschen Diabetes Gesellschaft!) keine Psychologen als Auditoren bei Zertifizierungen einbeziehen.

Vereinbart wurden ein weiterhin enger Austausch unter den beteiligten Fachgesellschaften sowie die individuelle Ansprache von Fachkolleginnen und Kollegen innerhalb der eigenen Gesellschaften. Das nächste Treffen der BAG findet im November statt.

Thorsten Kreikenbohm, M.Sc.

Kontakt:

t.kreikenbohm@kreisklinikum-siegen.de