Treffen des Länderrats in Frankfurt
Die Landessprecher berichteten von der besorgniserregenden Finanzierungs-Situation des Kinder- und Jugendhilfebereichs sowie der Beratungsstellen in den Ländern, wobei sich die Spardebatte in den Landtagen, die die Folgekosten der geplanten Einsparungen außer Acht lässt, auch im Jahr 2006 fortsetzen wird. Die DGVT wird sich weiterhin für den Erhalt einer psychosozialen Versorgung einsetzen, die den steigenden gesellschaftlichen Anforderungen gerecht wird. Die Debatte, wie sie derzeit in Nordrhein-Westfalen geführt wird, weist aus Sicht des Länderrats eine fatale Tendenz auf. Hier soll die Einsparung professioneller Angebote im psychosozialen Bereich durch den Einsatz ehrenamtlicher Laien aufgefangen werden. Die DGVT-Landessprecher werden den Kontakt zu den zuständigen Landespolitikern suchen. Mit Spannung erwartet werden auch die Entwicklungen auf bundespolitischer Ebene im nächsten Halbjahr mit der angekündigten Gesundheitsreform. Hier zeichnen sich weitere Belastungen für den einzelnen Bürger ab.
Die Themen, mit denen sich der Länderrat im Jahr 2005 intensiv befasst hat - Reform der Psychotherapie-Richtlinien, Master/Bachelor-Debatte, Muster-Berufsordnung, Muster-Weiterbildungsordnung - werden auch im nächsten Jahr aktuell sein. Die Länderratsmitglieder werden sich auf den verschiedenen Ebenen - Landespsychotherapeutenkammern, Bundespsychotherapeutenkammer - hierzu aktiv an der Diskussion beteiligen.
Das Projekt einer länderübergreifenden Nordkammer wird von den norddeutschen DGVT-Landessprechern weiter verfolgt werden. Im Frühjahr 2006 wird ein von der DGVT errechneter Musterhaushalt für eine gemeinsame Kammer Bremens, Hamburgs, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins in die niedersächsische Kammerversammlung eingebracht, dann sukzessive auch in die Kammerversammlungen der anderen Länder.
Beim DGVT-Kongress in Berlin werden Vertreter des Länderrats präsent sein. Folgende Veranstaltungen sind geplant: die Fortsetzung des Diskussionsforums: "DGVT-Politik in den Kammern auf dem Prüfstand" sowie ein Info-Stand des Länderrats mit der Möglichkeit, Kontakt zu den Regionalgruppen aufzunehmen. Hingewiesen sei auch auf ein Treffen der Fachgruppe Angestellte und Beamte, bei dem u.a. die Tarifreform im öffentlichen Dienst sowie die aktuelle Situation der Angestellten in Kliniken und Institutionen diskutiert werden soll.