Verleihung DGVT-Preis und DGVT-Förderpreis
Verleihung DGVT-Preis und DGVT-Förderpreis
Am Samstag, 18. März wurde im Rahmen des 32. DGVT-Kongress für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung an der Technischen Universität Berlin der DGVT-Preis verliehen. Prof. Dr. Rita Rosner, Dipl. Psych. erhielt den DGVT-Preis 2023 für Verhaltenstherapie in der psychosozialen Versorgung – auf dem Gebiet der Entwicklung der Psychotherapie/Verhaltenstherapie in gesellschafts- und gesundheitspolitischer Verantwortung. Prof. Dr. Rita Rosner hat sich insbesondere im Bereich der (Weiter-) Entwicklung der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) verdient gemacht. Sie treibt wo immer möglich mit ihren wissenschaftlichen Projekten zugleich die Verbesserung der Versorgung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen, insbesondere von jungen Geflüchteten voran. Dies war ausschlaggebend für die Wahl der Preisjury. Die publizierten, dokumentierten Projekte von Rosner sind umfangreich. Besonders hervorzuheben sind ihre stets praxisbezogene und -orientierte Forschung, Projekte, wie das traumafokussierte Lernprogramm, die direkt zu Anwendung kommen.
Nach einleitenden Worten von Oliver Kunz, ehemaligem Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der DGVT, übernahm Univ.-Prof. Dr. Brigitte Lueger-Schuster die Laudatio. Sie leitet die Arbeitsgruppe Psychotraumatologie am Institut für Klinische und Gesundheitspsychologie an der Universität Wien.
Am Donnerstag, 16. März wurde ebenfalls im Rahmen des 32. DGVT-Kongress auch der DGVT-Förderpreis vergeben. Dr. Inken Höller hat das Preiskuratorium der DGVT mit Ihrer Dissertation „From Ideation to Action – Analyses of Predictors of Suicidal Ideation and Behavior” überzeugt. In ihrer Arbeit kommen unterschiedliche methodische Zugänge, wie Untersuchungen mit quer- und längsschnittlichen Selbst- und Fremdbeurteilungsdaten, Ecological Momentary Assessments und experimentelle Designs zum Einsatz, um neue Erkenntnisse zur Prädiktion suizidalen Erlebens und Verhaltens zu generieren. Höller hat in diesem Rahmen ein Instrument zur Erfassung zentraler Risikofaktoren suizidaler Gedanken (das Erleben von „Defeat“ und „Entrapment“) für den deutschen Sprachraum erschlossen und erstmalig validiert. Die Arbeiten von Dr. Inken Höller können zur Verbesserung des Verständnisses und der Vorhersage suizidalen Erlebens und Verhaltens beitragen und relevante Ansatzpunkte zur Erweiterung aktueller Theoriemodelle und zur Ableitung von Präventions- und Interventionskonzepten geben.