Im Januar 2016 bekam die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) einen neuen Träger. Den Zuschlag erhielt eine gemeinnützige Gesellschaft, die von der Duisburger Firma Sanvartis gegründet wurde. Vor allem aus den Reihen der Patientenorganisationen, der Opposition im Bundestag, aber auch der DGVT, gab es scharfe Kritik, da Sanvartis u. a. ein Callcenter für Krankenkassen und Pharmaunternehmen betreibt und deshalb ein Interessenskonflikt befürchtet wurde. Jetzt kommen erneut Zweifel auf, …
Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) reicht nicht aus, um psychisch kranken Menschen innerhalb von vier Wochen eine Behandlung bei einer/einem Psychotherapeutin/Psychotherapeuten zu vermitteln. Die schnelle Terminvergabe für Beratung und Diagnose sind zwar ein erster Schritt, entscheidend ist jedoch, dass danach Behandlungsplätze zu vermitteln sind.
Gegen die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens einschließlich der Pflegeeinrichtungen setzt Wolfgang Wodarg seine Perspektive von guter pflegerisch-medizinischer Versorgung und stellt einige Modellprojekte vor.
Sozialstaatsgebot
Als Bevölkerung eines sozialen Bundesstaates sind wir von der Verfassung aufgerufen, die Aufgaben gemeinsam zu tragen, die sich dann ergeben, wenn wir krank, arm, behindert, arbeitslos oder pflegebedürftig sind. Wir versprechen uns …
Die Bundesregierung will die solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung wiederherstellen. Das ist gut. Doch der Gesetzentwurf enthält auch Tricksereien.
Interview mit Grit Genster, Bereichsleiterin Gesundheitspolitik beim ver.di-Bundesvorstand.
Mit dem sogenannten Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) soll die paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung wiederhergestellt werden. Was bedeutet das?
Die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sollen …
Seelische Erkrankungen nehmen zu. Wurden im Jahr 2000 noch 4,1 Prozent der Erwerbstätigen ein Antidepressivum verschrieben, waren es im Jahr 2013 schon 6 Prozent. Die Fehlzeiten wegen Depressionen nahmen zwischen 2006 und 2012 um 75 Prozent zu. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert für das Jahr 2030, dass seelische Erkrankungen die meisten Krankheitsfälle ausmachen werden. Eine tragende Säule der Behandlung seelischer Erkrankungen liegt in der …
Gerhard Trabert über ambulante aufsuchende Gesundheitsversorgung sozial benachteiligter Menschen
Armut und deren Beziehung, deren Auswirkungen auf die Gesundheit, auf die Entstehung von Krankheit ist im Kontext der Armutsdebatte immer noch ein unterschätztes und vernachlässigtes Teilgebiet. Obwohl gerade an diesen engen Korrelationen deutlich wird, dass Armut in einem der reichsten Länder der Erde nicht lediglich ein Verzicht auf Konsumgüter, auf Annehmlichkeiten, auf …
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) bleibt sich treu: Statt den Personalmangel in der stationären Psychiatrie endlich anzugehen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, redet sie sich mit dem Fachkräftemangel heraus und agitiert gegen verbindliche Personalvorgaben. »Objektive Stellenbesetzungsunmöglichkeiten müssen akzeptiert werden, sonst kollabiert die Versorgung«, so DKG-Präsident Gerald Gaß in Bezug auf die Debatte über neue …
Die DGVT hat im Rahmen ihrer Mitarbeit im Arbeitskreis Soziale Psychiatrie beim Paritätischen einem Eckpunktepapier zur Stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) zugestimmt. Das Papier soll als Hilfestellung für den Behandlungsalltag dienen und die strukturierte sektorenübergreifende Zusammenarbeit stärken.
Mit dieser Leistung öffnet sich die psychiatrische Klinik in die Gemeinde und erweitert ihre Ansätze zur Orientierung an der Lebenswelt ihrer Patient*innen über Tagesklinik und …
Auf der DGSP-Jahrestagung hielten Gwen Schulz und Thomas Bock zusammen einen Vortrag. In dem Beitrag führen die Autoren diesen Dialog, bei dem die verschiedenen Perspektiven sichtbar bleiben – mit einer gemeinsamen Zielstellung.
„Gemeinsam bewegen!“ – das eher politische Motto der Tagung ist uns sympathisch, denn es kann bedeuten:
Statt Vereinzelung wieder Solidarität erleben.
Statt Ohnmacht wieder die eigene Wirkmacht erleben.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat am 2. Juli 2018 das Gutachten "Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung" an das Bundesministerium für Gesundheit, Staatssekretär Lutz Stroppe, übergeben. Diese Meldung erreichte uns kurz vor Redaktionsschluss, so dass wir nachfolgend nur eine kurze Zusammenfassung des Gutachtens geben können:
Das Gutachten enthält zahlreiche Steuerungsvorschläge, insbesondere für das zukünftige Angebot von Kliniken und …