(ja). Im September hat die UPD ihren dritten Jahresbericht veröffentlicht. Zentrale Themen im Bericht sind vor allem die Leistungen der Krankenkassen, Patientenrechte und Geldforderungen von Kassen und Ärzten. Es wurden über 80.000 Beratungsgespräche ausgewertet, die zwischen April 2014 und März 2015 stattfanden. Zusätzlich wurden Fallbeispiele und Berichte von Beratern aus der Praxis veröffentlicht.
Die zentralen Beratungsschwerpunkte werden im Folgenden kurz zusammengefasst:
Das Diagnostisch-Therapeutische Netzwerk Extremismus (DNE) bietet psychotherapeutisch tätigen Berufsgruppen, die mit Klienten im Kontext von Deradikalisierung und Ausstiegshilfen aus Rechtsextremismus oder Salafismus in Kontakt kommen, eine entsprechende Fachberatung an. Diese kann telefonisch, per Internet oder je nach regionaler Situation im persönlichen Kontakt in Anspruch genommen werden: www.dne-deutschland.de/angebot/ ?c=fachkraefte
Mit Bedauern haben wir festgestellt, dass zur im Präventionsgesetz geforderten Gendersensibilität jegliche Umsetzungsempfehlungen fehlen. Auch das BMG hat nach eigenen Angaben den GKV-Spitzenverband aufgefordert, in diesem Punkt nachzubessern.
DGVT und DGVT-Berufsverband sehen in den Versuchen von Krankenkassen, die vorhandenen, eklatanten Defizite in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung durch online-basierte Selbsthilfeprogramme auf Rezept zu kaschieren, keine Lösung. Aktuell hat die DAK angekündigt, Versicherten mit leichten bis mittelgradigen Depressionen ein Online-Programm (Deprexis) zu verordnen. Aus Sicht von DGVT und DGVT-BV können Online-Programme allenfalls ergänzende Maßnahmen sein, die jedoch Psychotherapie …
Im Jahr 1980 schockierte ein Dokument des Gesundheitsministeriums die britische Öffentlichkeit: Der Black Report deckte auf, dass in der Bevölkerung Großbritanniens große Unterschiede im Gesundheitszustand und in der Lebenserwartung bestanden. In jedem Lebensabschnitt, von der Geburt bis ins hohe Alter, wiesen Arbeiter_innen im Vergleich zu Angestellten einen schlechteren Gesundheitszustand auf. Kindersterblichkeit wie auch chronische Erkrankungen im …
Die Auftaktkonferenz zum Wertedialog fand am 26. März 2015 in Potsdam unter der Überschrift „Was wirklich wichtig ist…“ statt. Die Konferenz war in den Paritätischen Verbandstag (24.-27. März 2015) eingebettet. Sie richtete sich an hauptamtliche und ehrenamtliche Vertreter/innen von Paritätischen Mitgliedsorganisationen und Mitarbeiter/innen des Paritätischen.
Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten der motivierenden Rede von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock und dem inspirierenden Vortrag …
Die Zahl der Asylanträge in Deutschland steigt. Nach vorübergehendem Rückgang Anfang der 2000er-Jahre werden seit 2014 die Höchststände der 1990er-Jahre übertroffen. Versuch eines Überblicks über die rechtliche und soziale Lage von Migrantinnen und Migranten von Martin Osinski.
EU-Binnenmigration
Migrationsbewegungen innerhalb der Europäischen Union (EU) sind in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung weitgehend unproblematisch und sollen hier nur der Vollständigkeit …
Der genannte Verein, in dem der Verfasser Mitglied ist, betreibt in Nürtingen und in seiner Dependance Kirchheim Beratungsstellen für Menschen, die in unterschiedlicher Weise mit Konflikten leben, die zu Selbsttötung führen können. Das sind unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden, indem sie sich umbringen. Und das sind mittelbar betroffene Menschen, die beispielsweise als Familienmitglieder, Nachbarn, Lehrer und …
Ute Merkel ist niedergelassene Psychiaterin und Psychotherapeutin in Meißen bei Dresden. Zunehmend suchen Menschen in ihrer Praxis Hilfe, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung oder extremer wirtschaftlicher Not aus ihrer Heimat fliehen mussten. Michaela Hoffmann hat sie für „Soziale Psychiatrie“ nach ihren Erfahrungen gefragt.
SP: Woher wissen die Flüchtlinge, dass sie in Ihrer Praxis Hilfe erfahren können?
Merkel: In unserer Region sind inzwischen drei Sozialarbeiterinnen der Diakonie in …
Ein schlanker Referentenentwurf für ein Bundesteilhabgesetz erwartet
Die im Koalitionsvertrag vereinbarte finanzielle Entlastung der Kommunen durch Entkoppelung wird nicht über die Reform der Eingliederungshilfe erfolgen. In der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes sind keine Mittel für ein Bundesteilhabegesetz eingeplant. Das ist seit Mitte März bekannt. Schon die gemeinsamen Überlegungen der sogenannten „Schäuble-Scholz-Connection“ zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ließen …