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Aktuelle Nachrichten und Termine

Suizidprävention

Welttag der Suizidprävention: DGVT und DGVT-Berufsverband fordern Suizidpräventionsgesetz

Anlässlich des heutigen Welttags der Suizidprävention bekräftigen DGVT und DGVT-Berufsverband (DGVT-BV) ihre Forderung nach einer verbindlichen gesetzlichen Grundlage zur Suizidprävention in Deutschland. Trotz langjähriger fachpolitischer Bemühungen bleibt ein entsprechendes Gesetz bislang aus. 
Suizidalität und insbesondere erfolgte Suizide sind mit großem Leid für die Betroffenen und ihre Angehörigen beziehungsweise Hinterbliebenen verbunden. Evidenzbasierte Suizidprävention kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die weiterhin hohen Suizidraten in Deutschland zu senken.

Stellungnahme

DGVT und DGVT-BV kritisieren aktuellen Bundeshaushaltsentwurf wegen Mittelkürzung von über 40% für die Beratung von Geflüchteten

Die Bundesregierung plant im Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2026 eine Kürzung der Mittel für die psychosoziale Versorgung Geflüchteter um fast 40% im Vergleich zum Haushalt 2025. Die Beratung und Betreuung von Geflüchteten, worunter insbesondere die Psychosozialen Zentren (PSZ) für Flüchtlinge und Folteropfer fallen, soll von 12 Mio. Euro auf 7 Mio. Euro gekürzt werden. DGVT und DGVT-Berufsverband fordern die Bundesregierung dazu auf, den Koalitionsvertrag einzuhalten und die Psychosozialen Zentren angemessen zu unterstützen.

Gesundheitspolitik

DGVT und DGVT-BV befürworten BPtK-Positionspapier: Direktzugang zur Psychotherapie statt starrem Primärarztmodell

Die BPtK stellt in ihrem Positionspapier „Direktzugang zur Psychotherapie sichern – Psychotherapeutische Sprechstunde für gezielte Patientensteuerung optimal nutzen“ dar, warum für Menschen mit psychischen Erkrankungen der Direktzugang zur psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten bleiben muss. Im Positionspapier werden zehn Gründe für die Beibehaltung des Direktzugangs zur Psychotherapie benannt und ausführlich begründet. DGVT und DGVT-BV befürworten Position und Argumentation der BPtK.

Sucht

BPtK kritisiert G-BA-Beschluss und fordert Streichung der rigiden Vorgaben zur Suchtmittelfreiheit in der Psychotherapie

Nach einem Beschluss des G-BA vom 21. August 2025 darf die Psychotherapie bei Patient*innen mit Abhängigkeitserkrankungen länger als bisher dauern, um Suchtmittelfreiheit zu erreichen. Anstatt der bisherigen Regelung, Suchtmittelfreiheit innerhalb von 10 Stunden Behandlung zu erreichen, dürfe dies nun 12 Stunden in Anspruch nehmen. Weitere 12 Stunden können in Anspruch genommen werden, wenn die Suchtmittelfreiheit perspektivisch realistisch ist. Die BPtK kritisiert in ihrer Pressemitteilung diesen Beschluss: „Die starre Forderung nach Abstinenz als Voraussetzung für eine psychotherapeutische Behandlung muss grundsätzlich abgeschafft werden“, sagt BPtK-Präsidentin und DGVT/BV-Landessprecherin Andrea Benecke. 

Stellungnahme

DGVT und DGVT-BV befürworten Verschreibung von Medizinalcannabis nur nach persönlichem ärztlichen Kontakt

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat am 14. Juli 2025 einen Referentenentwurf zur Änderung des Medizinalcannabisgesetzes vorgelegt. Mit dem Entwurf sollen Einschränkungen bei der Verordnung von Medizinalcannabis eingeführt werden. Seit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes am 1. April 2024 gilt Medizinalcannabis nicht mehr als Betäubungsmittel. Weiterer Hintergrund ist die steigende Anzahl an telemedizinischen Plattformen, durch die Interessent*innen Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken durch Ausfüllen eines Online-Fragebogens – ohne persönlichen Ärzt*in-Patient*innen-Kontakt – über Online-Apotheken beziehen können. 

Kammerwahl Schleswig-Holstein

Ergebnis Kammerwahl Schleswig-Holstein

Die Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein wurde neu gewählt. Unsere Kandidat*innen von DGVT und DGVT-BV engagieren sich auf der Liste KamOn und stellten sich für den PP- und den KJP-Bereich zur Wahl. KamOn schnitt sehr erfolgreich ab und konnte wieder 9 Sitze gewinnen. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der PKSH.

Newsletter

Aktuelle Meldungen aus DGVT und DGVT-BV – der neuer Newsletter ist da!

Die Sommerausgabe des Newsletters bietet Ihnen ein Plakat zum Hitzeschutz für Ihre Praxis zum kostenlosen Download und zusätzlich viele Informationen und Tipps zum Thema. DGVT und DGVT-BV machen sich besonders für drei Themen stark: Sucht als ernstzunehmende psychische Erkrankung, eine Nachfolgelösung für den Fond Sexueller Missbrauch und ein Erstzugangsrecht zu Psychotherapie. Außerdem enthält der Newsletter eine Empfehlung von Kassenwatch zur Umgehensweise mit den neuen GOP-Analogziffern in der Kostenerstattung. Der DGVT-Verlag stellt zwei Bücher vor. Neben dem Save-the-Date zur 24. Workshoptagung 2025 finden Sie viele weitere Termine. Es lohnt sich reinzuklicken. Viel Freude beim Lesen!

Forschungsprojekt

QUATEMAR: Brücken bauen für Patient*innen in der Warteschleife: Ihre Unterstützung ist gefragt!

Es gibt Neuigkeiten zum Forschungsprojekt QUATEMAR der Uni Erlangen, das von der DGVT unterstützt wird: Ab sofort ist die Teilnahme an der QUATEMAR-Studie für Patient*innen aller gesetzlichen Krankenkassen möglich. 

Stellungnahme

DGVT und DGVT-BV fordern gesetzlich abgesichertes Nachfolgemodell für den Fonds Sexueller Missbrauch

DGVT und DGVT-BV fordern die Bundesregierung dazu auf, umgehend eine gesetzliche Regelung zu treffen, um die finanzielle Unterstützung für Opfer von sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend weiterhin in vollem Umfang zu gewährleisten. Der Fonds Sexueller Missbrauch stellt eines der wichtigsten Hilfesysteme für Betroffene sexueller Gewalt dar.