Die Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung zum 1.1.2009 bringt neben der Verbesserung der Honorarsituation für PP/KJP auch einige andere „materiell-rechtliche“ Veränderungen mit sich, deren Konsequenzen für den Berufsstand der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in diesem Beitrag diskutiert werden sollen.
Die neue Vergütungsordnung sieht für Berufsausübungsgemeinschaften (BAG)[1] einen 10 %igen Zuschlag auf bestimmte EBM-Pauschalen vor. Der Bewertungsausschuss hat in seiner Sitzung am 17.10.2008 einen entsprechenden Beschluss getroffen (www.kbv.de).
Durch die erfreulichen Entwicklungen im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens des GKV-OrgWG und der nun doch beschlossenen Erhöhung der sog. Mindestquote für PsychotherapeutInnen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, von 10 % auf 20 % ergeben sich laut Schätzung der BPtK ab 2009 etwa 700 neue Vertragsarztsitze. Die gesetzliche Änderung bietet vielen KollegInnen nun die Möglichkeit, im Falle der sog. Entsperrung von Planungsbezirken Anträge auf Zulassung zu stellen.
In Berlin soll die einzige Professur für Rechtspsychologie abgeschafft werden. Dies hätte verheerende Folgen für die Strafjustiz angesichts des stetigen Wachsens der Bedeutung forensischer Glaubhaftigkeitsgutachten, die Rechtspsychologen erstellen.
Wer als Selbstständiger freiwillig Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse ist, erhält ab 1.1.2009 im Krankheitsfall keinen Ausgleich mehr für seinen Verdienstausfall.
Das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg beurteilt den Ablehnungsbeschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Gesprächspsychotherapie als rechtskonform - Revision beim Bundessozialgericht ist zugelassen
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat am 12.11. 08 sein Gutachten veröffentlicht und kritisiert die Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre scharf. Zwar sei die Reform des Vertragsarztrechts ein wichtiger Schritt zu einem modernen Gesundheitswesen, die Reform der Finanzierungsseite allerdings sei völlig misslungen. In dem Gutachten heißt es „Fasst man die Reform des Gesundheitswesens als einen letztlich nie endenden Prozess auf, sollte es in der …
Die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie lädt alle Interessierten aus Forschung, Lehre und Praxis ein, an der Gestaltung des 26. Kongresses für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung vom 5.- 9. März 2010 an der Freien Universität Berlin durch
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Sonderpublikation zum EBM 2009 herausgegeben. Unter dem Titel „Auf dem Weg zur echten Gebührenordnung“ widmet sich die KBV der neuen Verteilung, den RLV der Gemeinschaftspraxen und wie es bis 2012 weitergeht. „Nach fast 20 Jahren haben wir erstmals die Chance, eine Vergütung zu erhalten, die mit der Zeit dem tatsächlichen Versorgungsbedarf der Versicherten entspricht“, erklärten die Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler und Dr. Carl-Heinz Müller.