Nachfolgend möchten wir unseren Mitgliedern einen Überblick über die aktuell gültigen Abrechnungsmodalitäten für die psychotherapeutische Behandlung von Flüchtlingen geben.
Vorweg ist zu klären, welchen aufenthaltsrechtlichen Status der Patient hat, um dann zu entscheiden, an welchen Kostenträger der Antrag zu richten ist.
Empfehlenswert ist es in jedem Fall, vor Beginn der Therapie, d.h. vor den ersten probatorischen Sitzungen, mit dem Kostenträger (Sozialamt, Krankenkasse) Kontakt …
Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten haben im Rahmen der Daseinsfür- und -vorsorge des Staates für die ambulante medizinische und psychotherapeutische Versorgung das Mandat übernommen. Dafür haben die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten die unabdingbar notwendige Selbstverwaltung, die die Unabhängigkeit gegenüber Patienten und …
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat sich am 15. Oktober 2015 in Berlin konstituiert. Aufgabe des Gremiums ist es, ab 2016 mit Mitteln des Innovationsfonds neue Versorgungsformen und Versorgungsforschungsprojekte zu fördern, die über die bisherige Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Der Innovationsausschuss wird in Förderbekanntmachungen die Schwerpunkte und Kriterien zur Vergabe der Mittel aus dem Innovationsfonds festlegen und über …
(kb). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat nun auch die Psychotherapeutischen Praxen ins Visier genommen und einen Hygieneleitfaden herausgegeben. „Jede Praxis, die kranke Menschen versorgt, hat die Pflicht für Infektionsschutz zu sorgen und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden. Aus diesem gesetzlichen Auftrag ergeben sich auch in psychotherapeutischen Praxen Anlässe, die Hygienestandards erfordern“, schreibt die KBV in ihren Praxis-Informationen vom 23.10.2015.
(kb). In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und in der analytischen Psychotherapie können Einzel- und Gruppentherapie ab sofort kombiniert werden. Bisher war eine solche Kombination nur in Ausnahmefällen möglich.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte die Psychotherapie-Richtlinie Mitte Juli 2015 entsprechend geändert. Nach der Nichtbeanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger sind die Änderungen am 16. Oktober in Kraft …
(kb). PatientInnen können ab sofort eine neue Online-Arzt- und Psychotherapeutensuche nutzen, die AOK, Barmer GEK, TK und die Bertelsmann Betriebskrankenkasse veröffentlicht haben. Das Internetportal ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann-Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen.
Die Arzt-/Psychotherapeutensuche ist sowohl unter www.weisse-liste.de als auch in den Internetangeboten der jeweiligen Krankenkassen einsehbar.
(kb). Schwer kranke Raucher haben zukünftig keinen Anspruch mehr auf eine nachweislich wirksame Suchtbehandlung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 15. Oktober 2015 entschieden, dass die psychotherapeutische Behandlung von schwer kranken Rauchern aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wird. Die Psychotherapie-Richtlinie wurde entsprechend geändert. Der Beschluss des G-BA geht inhaltlich an den Empfehlungen der S3-Leitlinie zur Tabakabhängigkeit …
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat aktuell ein Online-Recherchesystem mit Daten aus dem Gesundheitswesen vorgestellt, um „eine sachliche Diskussion über Entwicklungen im Gesundheitswesen zu ermöglichen“. Das Portal bietet weit gefasste statistische Informationen aus dem Gesundheitswesen an, mit Hilfe von Filtervariablen können Nutzer eigene Grafiken und Karten zusammenstellen. Unter Angabe der KBV als Quelle können die Daten außerdem heruntergeladen und weiterverwendet werden:
Der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) zufolge leidet – bezogen auf einen 12-Monatszeitraum – mehr als ein Drittel der Bevölkerung an irgendeiner psychischen Störung – einer Belastungsreaktion, einer Suchterkrankung, einer Depression oder dergleichen. Im Laufe des gesamten Lebens ist es mehr als die Hälfte. Das ist sehr viel, psychische Störungen sind eine „Volkskrankheit“. Im Versorgungssystem nehmen die Fälle seit Jahren zu, das war …