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VPP 3/2013

Mit Maus und Löwe: Lösungsfokussiertes Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Eltern - Dr. Therese Steiner stellte ihre Methode in einem Workshop vor

Einen zweitägigen Workshop zum lösungsorientierten Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen bot die renommierte Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus der Schweiz, Dr. Therese Steiner, im April 2013 in Flensburg an. 20 Kinderpsychologen, -therapeuten, Lehrkräfte und Sozialpädagogen aus unterschiedlichen psychosozialen Arbeitsbereichen nutzten die Gelegenheit sich fortzubilden. Eingeladen hatte das Flensburger Institut für systemisches Arbeiten (F.I.S.A.), die Organisation lag in den …

VPP 3/2013

Männer Opfer von Gewalt in Beziehungen? Robert-Koch-Institut zeigt in Studie wenig Gendersensibilität – Kritik des Nationalen Netzwerks Frauen und Gesundheit wird ernst genommen

Männer massenhaft Opfer von Gewalt in Beziehungen! Dieser Befund ließ sich aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) des Robert-Koch-Instituts (RKI) herauslesen, die Ende Mai 2013 veröffentlicht wurde. „Frauen werden ihrem Partner gegenüber häufiger gewalttätig als Männer“, schrieb daraufhin DER SPIEGEL. Und in einem Beitrag von Deutschlandradio Kultur hieß es: „Frauen üben der Analyse zufolge ähnlich häufig körperliche Gewalt aus wie Männer. 

Doch ganz so eindeutig ist …

VPP 3/2013

Valide Aussagen zu Gewalt im Geschlechterverhältnis erfordern eine gendersensible Erfassung - Stellungnahme des Nationalen Netzwerks Frauen und Gesundheit zum Kapitel „Gewalt“ in der Studie der Robert-Koch-Instituts DEGS1

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) am 27.05.2013 veröffentlichten Ergebnisse der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) liefern erstmalig Daten aus einer repräsentativen Stichprobe von 3.149 Frauen und 2.790 Männern zwischen 18 - 64 Jahren zu körperlichen und psychischen Gewalterfahrungen in den letzten 12 Monaten aus einem schriftlichen Selbstbeurteilungsfragebogen. Die Validierung des Erhebungsinstruments steht noch aus, dennoch wurden bereits weitreichende …

VPP 3/2013

Beitrag wird revidiert Robert-Koch-Institut räumt Fehler bei der Interpretation der Daten zu Gewalterfahrungen von Männern und Frauen ein

Sehr geehrte Vertreterinnen des Netzwerks Frauen und Gesundheit,

sehr geehrte Frau Dr. Brzank,

vielen Dank für die Zusendung der Stellungnahme des Netzwerks Frauen und Gesundheit zu unserem Beitrag „Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ im Bundesgesundheitsblatt 5/6 2013. Ihre Stellungnahme macht uns deutlich, dass wir in diesem Beitrag nicht ausreichend gendersensibel …

VPP 3/2013

Umstrittenes Gesetz über ärztliche Zwangsmaßnahmen verabschiedet Die »Regelungslücke« ist weg, die Probleme bleiben[1]

Von Wolf Crefeld

Das Bundesverfassungsgericht dachte bei seinen Beschlüssen zur Zwangsbehandlung an die Rechte psychiatrischer Patienten, während die Justizminister, gedrängt von Klinikpsychiatern,dabei nicht mehr sahen als den Auftrag, für ein weiterhin reibungsloses Funktionieren der Justiz zu sorgen. So ist dann in aller Eile das »Gesetz zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme« am 17. Januar mit den Stimmen von CDU/CSU, FDP und SPD im Bundestag …

VPP 3/2013

Praxiswertermittlung - Plädoyer für eine von allen Beteiligten nachvollziehbare, konsensfähige Wertbestimmungsmethode **

(kb.) Mit dem folgenden Beitrag von Florian Wasilewski (Landessprecher von DGVT und DGVT-BV Niedersachsen) wird an die vorangegangenen Veröffentlichungen in der "Rosa Beilage" angeknüpft, die sich mit Fragen des Praxiskaufs bzw. -verkaufs befasst hatten.

In einem Interview mit Robin Siegel, Sprecher der PiA-Bundeskonferenz, das in der „Rosa Beilage zu Verhaltenstherapie und Psychosoziale Praxis 1/2013“, S. 29 ff. veröffentlicht wurde, äußerte sich dieser kritisch über die teils hohen Preise, …

VPP 3/2013

Diskussionspapier zum Thema Praxiswertermittlung

Zusammenfassung

Im vorliegenden Aufsatz werden zunächst kulturelle Aspekte der Diskussion um das Thema Praxiswertermittlung angesprochen. Daraus wird die Forderung abgeleitet, die Diskussion des Themas innerhalb des Berufsstandes weiter zu forcieren, da eine mögliche Lösung in der Form eines Prozesses zu finden ist. Daraufhin wird das Argument vertreten, dass niedrige ideelle Praxiswerte langfristig vorteilhaft für alle Akteure des Berufsstandes sind. Diesem Argument folgend wird versucht, im …

VPP 3/2013

„Potenzial Gesundheit“ Strategien zur Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in der 18. Legislaturperiode aus Sicht der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) - Kurzfassung

Einleitung

Gesundheit ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Potenzial, das es zu stärken gilt. Wir sollten das „Potenzial Gesundheit“ weiter entfalten, um individuelle Lebensqualität sowie Wohlstand und gesellschaftliche Innovationskraft zu sichern. Angesichts der steigenden Lebenserwartung, der Dominanz chronischer Krankheiten und der ungleichen Verteilung von Gesundheitschancen kann dieses Potenzial allerdings nur dann Erfolg versprechend erschlossen werden, …

VPP 3/2013

Moderne Psychiatrie: Von der Anstalt über die Gemeinde zur Integrierten Versorgung[1]

In der Psychiatrie gibt es Paradigmen, die wechseln hin und wieder. Es geht um die Orientierung im Großen und Ganzen, darum, wie sich psychische Leiden behandeln lassen, wie man mit betroffenen Menschen umgeht und wie zweckmäßige Versorgung zu arrangieren wäre. Das alles hängt ja eng miteinander zusammen. Keiner weiß vorher, was aus einer Neuerung wird, aber es könnte gerade wieder einmal so sein, dass sich Grundsätze der Psychiatriearbeit wandeln.

Psychische Erkrankungen sind ein besonderes …

VPP 3/2013

Geschlechterkonzepte und -vorstellungen bei Mädchen und Jungen vor dem Hintergrund von „doing gender“ und „doing ethnicity“[1]

Birol Mertol, Kerstin Schachtsiek

Was Mädchen und Jungen (vermeintlich) wol­len und wie sie sich präsentieren, ist ein viel diskutiertes Thema und wird in unterschiedli­chen Studien aufgegriffen (vgl. z. B. Boos-Nün­ning/Karakasoglu 2005; Allmendinger 2009; Koch-Priewe 2009; Shell Jugendstudien 2006/2010). Geschlechtsdifferenzierte und nach Migrationshintergrund kategorisierte Daten und Theorien bilden eine wichtige Grundlage für die Praxis1. Die Erfassung und Interpretation von Lebensentwürfen …