typo3/#_ftn1Mit den Versen „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen“, lässt Matthias Claudius „Urians Reise um die Welt“ aus dem Jahr 1786 beginnen.
Recht hatte er!
Wenn deutsche Gesundheitspolitiker oder Akteure deutscher Gesundheitspolitik reisen, berichten sie uns oft von wahren Wundern in den Gesundheitswesen anderer Länder!
Erinnern Sie sich, als die „Heimkehrer“ aus den USA von Managed Care schwärmten und diese 1:1 auch in Deutschland etablieren wollten? Alles, wirklich …
Zunächst weltweit als sozialpolitische Errungenschaft gelobt, entwickelt sich die Gesundheits-reform des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama immer mehr zum Debakel. Nicht nur politische Gegner, sondern auch viele BürgerInnen lehnen die „Obamacare“ genannte Reform ab. Eckardt Johanning berichtet über die aktuelle Stimmung in den USA.
Neulich war ich beruflich in Brainerd, im Norden von Minnesota, nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt. Auf der Toilette …
Der Diplom-Volkswirt Thomas Ballast ist ein „Krankenkassenmann“: 1992 Referent für „ärztliche Versorgung“ beim Bundesverband der Innungskrankenkassen, 1995 Leiter des Referates „Ärzte“ beim VdAK, 2008 Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und seit 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. Hier ist er für die Unternehmensbereiche ambulante und stationäre Versorgung, …
von Christian Reumschüssel-Wienert und Matthias Rosemann
Die derzeitige Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, in dieser Legislaturperiode sowohl die Eingliederungshilfe (EinglH) als auch das Teilhaberecht entscheidend zu reformieren. Hierzu wird im Koalitionsvertrag auf Seite 111 ausgeführt, dass die Bundesregierung plant „die Menschen aus dem Fürsorgesystem“ herauszuführen und die „Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht“ weiterzuentwickeln.
Menschen mit wesentlicher Behinderung erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII: Blinde, Gehörlose, Personen mit erheblich eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Leistungsfähigkeit, aber auch geistig oder seelisch stark behinderte Menschen wie zum Beispiel Suchtkranke. Die Kosten übernehmen grundsätzlich die Sozialhilfeträger. Die Leistungen umfassen die Versorgung mit Hilfsmitteln zum Ausgleich der durch die Behinderung bedingten Einschränkungen, die Versorgung mit …
Anders als in anderen Bereichen der Gesellschaft wie zum Beispiel im Schulwesen oder in der Arbeitswelt gibt es im Gesundheitswesen kaum Parallelstrukturen. Menschen mit Behinderungen werden überwiegend in den gleichen Einrichtungen behandelt wie Menschen ohne Behinderungen. Das darf aber nicht mit Inklusion gleichgesetzt werden. Im Gegenteil: Menschen mit Behinderungen sind in der Gesundheitsversorgung mit Benachteiligungen konfrontiert. Viele Angebote sind nur unzureichend bedarfs- …
In der Diskussion um eine Reformierung der Eingliederungshilfe wird immer wieder auf die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verwiesen. Diese erzwinge die Notwendigkeit, auch das Verfahren der Eingliederungshilfe inhaltlich völlig neu auszurichten. Menschen mit Behinderungen sollen weitestgehend selbstbestimmt über ihr Leben und auch über die Hilfen, die sie dafür benötigen, entscheiden können. Die sozialen Sicherungssysteme und die gesundheitliche Versorgung und Pflege müsse sich anpassen …
Die Beschneidung von Mädchen ist in Deutschland verboten. Sie wird weibliche Genitalverstümmelung genannt. Diese Begrifflichkeit macht deutlich, wie solche Eingriffe bewertet werden. Jungen dürfen demgegenüber am Genital beschnitten werden. Hier gibt es eine eklatante Ungleichbehandlung beider Geschlechter. Woher kommt das? Wird Jungen Empathie vorenthalten?
Hintergründe für die Ungleichbehandlung
Ein Grund für die Beschneidung von Jungen sind kulturelle und religiöse Rituale in türkischen …
heute geht es um dich und dein Lebenswerk, zu dem Rudolf Virchow passt: „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und die Politik ist nichts weiter als Medizin im Großen.“
Zu deiner Zeit in Mannheim passt: „Der richtige Mann am falschen (nicht ganz passenden) Ort zur falschen (zu frühen) Zeit.“
Für einen 68er warst du eigentlich 1968 zu alt und dennoch warst du einer. Das erklärt einige deiner Kollisionen. Im Gegensatz zu uns, der im Freiraum repressiver …
Ein Rückblick auf bewegte Zeiten von Renate Schernus
Dass ich heute dir zu Ehren, lieber Klaus, im Namen und für die DGSP sprechen darf, freut mich sehr. Durch das mir vorgegebene Thema wurde ich allerdings etwas überrascht, denn in den Jahren des sozialpsychiatrischen Aufbruchs, 1968 bis 1970, gehörte ich allenfalls zum interessierten Fußvolk. Damals arbeitete ich noch nicht im Kernbereich der Psychiatrie, sondern bei anfallskranken Kindern in Bethel.