(wd). Patienten haben ein Recht auf Einsicht in die Patientenakte auch gegenüber Einrichtungen der Krankenkasse.
Das hat jetzt das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel klargestellt. Konkret ging es um das AOK-Zahnarztzentrum in Ulm - quasi ein zahnärztliches Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in Trägerschaft der Krankenkasse. Es wurde nach früherer Rechtslage eingerichtet, bundesweit sind solche Einrichtungen selten. Der Kläger vermutete einen Behandlungsfehler. Bei gewöhnlichen Praxen …
(kb). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 7.7.2015 einen Beschluss zur Feststellung der Rechtswidrigkeit der Genehmigung einer Zwangsmedikation ohne ausreichende gutachterliche Grundlage gefasst.
Gerichte müssen demnach einen Sachverständigen zurate ziehen, bevor sie eine Zwangsbehandlung eines psychisch kranken Menschen genehmigen dürfen. Tun sie dies nicht, verletzen sie laut BGH das Freiheitsgrundrecht des Patienten.
In dem Beschluss wird weiterhin festgestellt, dass
Der DDPP setzt sich ein für die Qualität und das Selbstverständnis von Psychosenpsychotherapie. Er fördert die Ausbildung, den Dialog und den wissenschaftlichen Austausch zwischen TherapeutInnen. Unter dieser Prämisse fand am 10. und 11. Oktober 2015 an der Charité in Berlin das diesjährige Symposium zum Thema „Psychotherapie in Gruppen für Menschen mit Psychosen“ statt.
In vier Vorträgen berichteten Thomas Bock (Universitätsklink Hamburg-Eppendorf) Volker Roder (Universitätsklinik Bern), Oliver …
Im September fand in Berlin-Tiergarten im Novotel eine Fachtagung der BPtK statt zum hochaktuellen Thema „Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge“.
Mich hat zunächst überrascht, dass der Veranstaltungsraum, der knapp 200 Personen fasst, nicht gänzlich gefüllt war. Die BPtK, die die Tagung Ende letzten Jahres bereits plante, hatte einen Zeitpunkt für die Tagung erwischt, der aktueller nicht hätte sein können.
Der Präsident der BPtK, Dr. Dietrich Munz, erläuterte, dass mehr als die Hälfte der …
Das zweimal im Jahr stattfindende Treffen der Psychotherapeutenverbände (derzeit sind 34 Fach- und Berufsverbände im sog. Gesprächskreis II – GK II – zusammengeschlossen) fand am 31. Oktober in Berlin statt. Über 40 VerbändevertreterInnen waren der Einladung des geschäftsführenden Verbands, der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), gefolgt. Eva-Maria Schweitzer-Köhn, Mitglied im Vorstand der Landespsychotherapeutenkammer, begrüßte …
(ja). Der Bericht der DAK bestätigt den Trend, dass immer mehr Beschäftigte aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben werden. Während im Jahr 1997 die Zahl der Ausfalltage pro 100 weibliche DAK-Versicherte 94 betrug, waren es 2014 bereits 303 Tage. Bei den Männern waren es 1997 62 Fehltage und 2014 181 Tage. Im Schnitt dauerte eine Krankschreibung 35 Tage. Ausgehend von den DAK-Versicherten wird geschätzt, dass bundesweit 1,9 Millionen Menschen pro Jahr aufgrund von psychischen Störungen …
(ja). In einem Pilotprojekt der Techniker Krankenkasse (TK) und der Freien Universität Berlin wurde die Wirksamkeit eines internetgestützten Beratungsprogramms bei PatientInnen mit Depressionen untersucht. Es nahmen 1000 Personen mit Depression teil, die innerhalb von 6 Wochen ein strukturiertes Beratungsprogramm durchliefen. Ein Teil der Probanden durchlief das Programm ohne schriftliche Rückmeldung (automatisierte Beratung), der andere Teil erhielt wöchentlich schriftliche Rückmeldungen von …
(ja). Für die Studie „Der Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurden von Mai bis August 2014 insgesamt 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12-25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews befragt. Die Ergebnisse wurden im September 2015 veröffentlicht. Bei den 12-17-Jährigen zeigte sich, dass 10,0% mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert hat. 8,3% gaben an, dass sie in den …
(ja). Das DIMDI hat im September die endgültige Fassung der ICD-10-GM Version 2015 (Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, German Modification) veröffentlicht. In die neue Version sind die Änderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie 76 Vorschläge von Fachgesellschaften, Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken sowie Organisationen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen eingeflossen.
(ja). Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) gab eine Studie in Auftrag, in der die Handy- und mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen untersucht wurde. Anfang Oktober wurden die Ergebnisse der Studie von den Medienwissenschaftlern Dr. Karin Knop und Prof. Dr. Peter Vorderer von der Universität Mannheim vorgestellt. In drei Befragungen wurde die Handynutzung sowie die Nutzung von mobilem Internet bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 8-14 Jahren untersucht. Dazu …