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VPP 3/2013

Integrationspolitischer Wandel in der Bundesrepublik und die Vernachlässigung der Antidiskriminierungspolitik[1]

Sebastian Ennigkeit

Kaum ein Politikfeld hat sich in Deutschland in den letzten Jahren so dynamisch entwickelt wie die Integrationspolitik. Mit dem Antritt der rot-grünen Bundesregierung 1998 be­gann die grundlegende Reform der „Auslän­derpolitik“ der alten Bonner Republik, die zur kontinuierlichen Erweiterung und Ausdiffe­renzierung staatlicher Integrationsansätze führte (vgl. Ennigkeit 2008; Michalowski 2007; Schönwälder 2004). Die hierfür not­wendige Grundlage bildete die politische …

VPP 3/2013

Qualität sichern – Reform der Psychotherapieausbildung

Der Reformbedarf des Psychotherapeutengesetzes, mit dem mittlerweile mehr als zehn Jahre Erfahrungen gesammelt werden konnten, ist insbesondere bei zwei Aspekten unbestritten:

  • Anpassung der Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung in Folge der Bologna-Reform.

Die im Psychotherapeutengesetz als Zugangsvoraussetzungen genannten Studienabschlüsse werden von Studierenden heutzutage nicht mehr erzielt.  Aufgrund der neu eingeführten Bachelor- bzw. Masterabschlüssen muss der Zugang zur …

VPP 3/2013

Kommentar von Prof. Dr. Winfried Rief zum Artikel „Basal oder dual? Ordnungspolitische Rechtfertigungen einer Direktausbildung der Psychotherapeuten auf dem Prüfstand“ von Jörn W. Gleiniger

In einem Beitrag von Herrn Gleiniger wird ein Modell der „Dualen Direktausbildung“ vorgestellt. Dieses begründet sich großteils mit einer Kritik an einem Modell der „Basalen Direktausbildung“, wie es z.T. von der DGPs vertreten wird. Während die Kritik z.B. am DGPs-Modell an verschiedenen Stellen wenig stichhaltig ist, verdient das Alternativmodell trotzdem, sich mit ihm intensiv zu beschäftigen und seine Vor- und Nachteile abzuwägen.

Kritik von Herrn Gleiniger am DGPs-Modell

Die Kritik von …

VPP 3/2013

KipE-Rheinland: Ein vertrautes Netzwerk schaffen für Kinder psychisch erkrankter Eltern[1]

KipE-Rheinland ist ein Förderprogramm, das sich speziell an Kinder psychisch erkrankter Eltern wendet, um den Familien schnell und unbürokratisch zu helfen.

Von Rolf Mertens und Isabel Krämer

Kinder psychisch erkrankter Eltern sind Angehörige, deren Risiko, selbst psychisch zu erkranken, erhöht ist. Ein bedarfsgerechtes psychosoziales Versorgungssystem muss für betroffene Familien entsprechende Hilfen vorhalten.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Angebote für Kinder psychisch …

VPP 3/2013

3. DGVT-Interview mit Prof. Dr. HEINER KEUPP und Dr. CHRISTOPH KRAIKER durchgeführt am 15. Mai 2013 in München von STEFFEN FLIEGEL

Der dgvt-Vorstand hat beschlossen, in loser Reihenfolge Interviews mit wichtigen früheren Förderern des Verbandes und der Verhaltenstherapie führen zu lassen. Damit soll zum einen eine Ehrung und Wertschätzung dieser Personen verbunden sein. Zum anderen sollen aber die heutigen Mitglieder mehr über die Historie, die Wurzeln und die zum Teil sehr spannungsgeladenen Entwicklungslinien der dgvt kennen zu lernen.

Steffen Fliegel wurde vom Vorstand gebeten, die Gespräche zu führen und zu …

VPP 3/2013

Das jährliche Highlight der Branche Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit mit Schwerpunktthema „Psychiatrie und seelische Erkrankungen“ – Minister Bahr mit ablaufender Legislaturperiode zufrieden

In rund 180 Veranstaltungen mit über 600 ReferentInnen werden beim alljährlichen Hauptstadtkongress „Medizin und Gesundheit 2013“ gesundheitspolitische Themen diskutiert. Die Themenpalette reicht von den Auswirkungen des europäischen Fiskalpakts auf das deutsche Gesundheitswesen über die Neuausrichtung der Pflegeversicherung bis hin zur Patientensicherheit in den Kliniken. VertreterInnen aller Gesundheitsberufe kommen miteinander ins Gespräch. Alle wichtigen Menschen müssen hin, weil alle …

VPP 3/2013

Das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013: Bürgerrechte kennen – mehr Demokratie verwirklichen[1]

Seit 20 Jahren besitzen auch wir Deutsche eine doppelte Staatsbürgerschaft. Bewusst ist das den meisten vermutlich nicht, denn mit dem Vertrag von Maastricht sind wir seit 1993 zugleich Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union - wenn auch ohne eigenen Pass oder Personalausweis. Vielleicht ist das ein Grund, warum so wenige EU-Bürgerinnen und Bürger ihre Rechte kennen, die sie seitdem überall in der auf 27 Mitglieder angewachsenen Staatenfamilie genießen können. Allerdings ist für uns …

VPP 3/2013

Zum Verhältnis von Neurowissenschaft und Psychotherapie Debatte um den Beruf des Psychotherapeuten geht weiter: Plädoyer für Psychotherapie als gemeinsame Arbeit auf ein für wertvoll erachtetes Ziel hin

Sind PsychotherapeutInnen schlecht ausgebildet? Diese provokante These, von SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach und Prof. Wittchen (Universität Dresden) beim ZEIT-Forum der Wissenschaft im März 2013 vertreten, schlägt weiter Wellen.  Nachdem die DGVT protestierte und  Prof. Wittchen sich dazu äußerte[1] (siehe VPP 2/2013, S. 536f), nimmt nun Torsten Padberg, PP und Mitglied der DGVT-BV-Fachgruppe Niedergelassene, Stellung in einem Leserbrief an die VPP-Redaktion. 

 

Sehr geehrter Professor …

Sexuelle Übergriffe in Therapie und Beratung

Wer sich in der Psychotherapie missachtet fühlt, kann sich an die bundesweit einzige Beschwerdeberatung Psychotherapie in Köln wenden - Darf der das?[1]

 Von Cornelia Schäfer

»Nein, Sie müssen hier keine konkrete Beschwerde vorbringen. Ich bin auch für Sie da, wenn Sie nur Fragen zum Ablauf Ihrer Therapie haben oder wenn Sie einfach unzufrieden sind und nicht wissen, wie Sie mit der Situation umgehen sollen.« Wenn Rosemarie Petry-Lehn einmal in der Woche in der zweistündigen Telefonsprechstunde sitzt, muss sie Anrufern manchmal erst einmal die Schwellenangst nehmen, bevor die sich trauen, ihr Problem zur Sprache zu bringen. Tatsächlich kann man …

VPP 3/2013

7000. Mitglied mal zwei - Angelika Neumann (Stuttgart) und Jana Lubczyk (Eisenach) treten zeitgleich in DGVT & DGVT-BV ein

Mitglieder treten ein, ändern ihren Status, ihre Adresse, ihren Namen. Alles Routine in der Abteilung Mitgliederverwaltung von DGVT und DGVT-BV. Doch im Juni wurde es ein bisschen spannend: Die Mitgliederzahl war auf fast 7000 gestiegen, und wir warteten auf das Beitrittsformular unseres 7000. Mitglieds. Und wie’s der Zufall will: Wir können nun zwei neue Mitglieder begrüßen, die sich nahezu zeitgleich für den Beitritt zu DGVT und DGVT-BV entschlossen haben: Angelika Neumann (42) aus Stuttgart …