Die Verhaltenstherapie hat in ihrer erst seit etwa einer Generation währenden Präsenz die traditionelle Psychotherapielandschaft grundlegend verändert und ist weiterhin in Bewegung. Neue US-amerikanische Publikationen sollen einem möglichst breiten Publikum hierzulande vorgestellt werden.
Wir hatten bereits in den letzten Heften darüber berichtet (VPP 4/01, S. 783): seit über einem Jahr läuft ein Antrag auf Änderung der Bewilligungsschritte (statt bisher 45-15-20 auf 50-30) und der Bewilligungshöchstzeiten für die ambulante Verhaltenstherapie (auf 100 Stunden) beim Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen.
Die Probleme im Zusammenhang mit den Anträgen zur Approbation und den Anträgen auf bedarfsunabhängige und bedarfsabhängige Zulassung beschäftigen uns weiterhin.
Siegfried Zepf, Annette Marx und Ute Mengele, Homburg/Saar
Gemeinsam mit dem saarländischen Verband der Vertragspsychotherapeuten (VVPS) untersuchten wir im Zeitraum 1.4. - 30.6.2000 die psychotherapeutische Versorgungslage der Erwachsenen sowie der Kinder und Jugendlichen, wie sie sich im Saarland 1 Jahr nach In-Kraft-Treten des Psychotherapeuten-Gesetzes (PsychThG) darstellt.
Bereits vor mehreren Jahren schrieb der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen in seinem Jahresgutachten, dass der Gesundheitssektor nicht nur als Beitrag zum Sozialsystem, sondern auch als Wirtschaftsfaktor interpretiert und bewertet werden solle. Immerhin habe er einen erheblichen Anteil an der Volkswirtschaft und sei zudem relativ immun gegen die Auswirkungen von konjunkturellen Schwankungen. …
Unter Berücksichtigung des Krankheitsgeschehens seit 1997 nehmen die Krankheitstage infolge von psychischen Erkrankungen bei gleichzeitigem Rückgang des Krankheitsgeschehens insgesamt zu. So stieg die Anzahl der AU-Tage von 68 Tagen in 1997 auf 111 Tage im Jahre 2003. Dies ist eine Zunahme des absoluten Krankheitsgeschehens um 62,3 % in nur 6 Jahren.
Der Anteil psychischer Erkrankungen am gesamten Krankheitsgeschehen …
Ein Plädoyer für ein 'mittelatlantisches Modell'[1]
Anlässlich des 4. Workshops "Zukünftiger Stellenwert von Gesundheit in Europa" der Firma GlaxoSmithKline am 22. Juni in Hamburg referierte der Unternehmensberater Heinz Redwood über unterschiedliche Auffassungen von Gesundheit in Europa und Amerika. An den Anfang seiner Betrachtungen stellte er ein Befragungsergebnis aus dem Jahrbuch 2002 der statistischen Europabehörde Eurostat. Befragt wurden Frauen und …
Die neue DAK-Studie zur Fehlversorgung bei psychischen Erkrankungen (Zielke & Limbacher, 2004) unterstreicht die seit langem bekannte und sehr unbefriedigende Tatsache, dass psychische Störungen in der Akutmedizin erst nach einem langen und oftmals zu langen Zeitraum zur angemessenen Behandlung führen.
Dadurch entstehen auf der Seite der seelisch Erkrankten lange Leidenswege, Beeinträchtigungen, denen sie sich hilflos ausgesetzt fühlen und zu weitgehender …