Der EBM im Zusammenspiel mit den Honorarverteilungsverträgen hat zu Verschiebungen der Einkommen zwischen den Arztgruppen geführt, die Proteste ausgelöst haben. In diesem Zusammenhang wurden von manchen KV-Vorständen die Psychotherapeuten als die "Gewinner" bezeichnet, die zu Lasten der Fachärzte ihr Einkommen gesteigert haben sollen. Solche Darstellungen sind nicht nur sachlich sondern auch politisch falsch. Sie sollen nur von innerärztlichen Verteilungsproblemen ablenken.
Eigentlich haben wir es ja immer gewollt. Die Polikliniken, die Entmachtung der KVen, die Integration von ambulanter und stationärer Medizin, die kontrollierte ärztliche Fortbildung, die Qualitätssicherung. Jetzt haben wir dies alles - und sind doch nicht zufrieden.
Die Gesundheitsreform verschlechtert auf drastische Weise die gesundheitliche Versorgung von Menschen, die von einer Behinderung, Suchterkrankung oder Obdachlosigkeit betroffen sind oder in einem Alten- oder Pflegeheim leben.
Im Jahr 1992 wurde die Gemeinschaftsinitiative Soziale Marktwirtschaft, eine Kooperation der Bertelsmann Stiftung, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Ludwig-Erhard-Stiftung, gegründet.
"Ein Federstrich des Gesetzgebers macht ganze Bibliotheken zu Makulatur" - Dieser Satz eines klugen Juristen hat sich im Hinblick auf das GMG 2003 wieder einmal bestätigt.
Bereits in der sogenannten Rürup-Kommission gingen die Meinungen diesbezüglich auseinander. Professor Karl Lauterbach steht mit seinem Namen für die Bürgerversicherung, Professor Bert Rürup steht dagegen für die Gesundheitsprämie ("Kopfpauschale").
Seit der Einsetzung der Herzog-Kommission schwelt in der CDU ein fundamentaler Richtungsstreit, der jetzt offen ausgebrochen ist. Nicht umsonst hat Angela Merkel ihre Programmrede "Quo vadis CDU?" genannt. Der Richtungsstreit innerhalb der CDU scheint im Grunde aber schon entschieden.
Die christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) hat Langmut gezeigt. Schon bei den ersten Papieren der Herzog-Kommission hätte man wie bei Horst Seehofer mit dem Protest der Arbeitnehmervertreter rechnen müssen.
Die im Gesprächskreis II zusammengeschlossenen 32 Verbände Psychologischer Psycho-therapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Ärztliche, Psychologische und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten umfassenden gemischten Verbände nehmen gemeinsam zum vorliegenden Entwurf für Gesundheitsmodernisierungsgesetz (Stand 27. Mai 2003) zusammenfassend wie folgt Stellung: