wie in KVNO-aktuell (3/06, S. 8) nachzulesen gilt im Bereich der KV-Nordrhein ab dem 01.04.2006 ein neuer Honorarverteilungsvertrag (HVV), welcher u. a. Regelungen zur Mengensteuerung (d.h. Begrenzung) psychotherapeutischer Leistungen beinhaltet.
Der EBM im Zusammenspiel mit den Honorarverteilungsverträgen hat zu Verschiebungen der Einkommen zwischen den Arztgruppen geführt, die Proteste ausgelöst haben. In diesem Zusammenhang wurden von manchen KV-Vorständen die Psychotherapeuten als die "Gewinner" bezeichnet, die zu Lasten der Fachärzte ihr Einkommen gesteigert haben sollen. Solche Darstellungen sind nicht nur sachlich sondern auch politisch falsch. Sie sollen nur von innerärztlichen Verteilungsproblemen ablenken.
Die Kostenausweitung im Gesundheitswesen hat eine Reihe von gesetzlichen Regelungen nach sich gezogen, mit denen sie eingedämmt werden sollte: Zum 01.01.2000 das Gesundheitsreformgesetz, zum 01.01.2002 die Neuregelung des Risikostrukturausgleiches in der GKV, die Ablösung des Arznei- und Heilmittelbudgets und die Begrenzung der Arzneimittelausgaben. Ein Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung, …
Düsseldorf, 20. Juni 2006 – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Dienstag in Düsseldorf weit reichende Standards für die psychotherapeutische Behandlung im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beschlossen.
1. Pressionen durch berufsgruppenfremde Systemvorgaben
Gibt es eine Belastungsgrenze für Psychotherapeuten - ausgedrückt in der wöchentlichen Sitzungszahl - oder braucht sich der Berufsstand der Psychotherapeuten nicht um diese Frage zu scheren? Mindert eine hohe wöchentliche Sitzungszahl die Erfolgsquote eines Psychotherapeuten bzw. bewirkt diese eine Verschlechterung der Befindlichkeit seiner Patienten? So sehr die Beantwortung dieser Fragen schon allein unter dem Gesichtspunkt der …
Mit der geplanten Gesetzesänderung zur Flexibilisierung der Zulassungsmöglichkeiten für Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist eine spannende Diskussion um die beste Lösung entbrannt. Im Folgenden sollen einige wesentliche Vor- und Nachteile und die wesentlichen Argumentationslinien aus dieser Diskussion zusammengefasst werden.
In dieser Veröffentlichungsrunde setzen wir das Thema Arbeitszeiten unter dem Gesichtspunkt des Einkommens fort. Die bisherigen Recherchen und Berechnungen zum Thema Arbeitszeiten und die sich daraus ergebenden Diskrepanzen verweisen geradezu zwangsläufig auf das bisher kaum behandelte Thema der Grenzen der Belastbarkeit von Psychotherapeuten.