Der Bundesgerichtshof hat am 20.6.2012 in zwei Verfahren entschieden, dass es gegenwärtig an einer den verfassungsrechtlichen Anforderungen genügenden gesetzlichen Grundlage für eine betreuungsrechtliche Zwangsbehandlung fehlt.
Der BGH hat damit seine bisherige Rechtsprechung aufgegeben. Diese sah vor, dass ein Betreuer eine Zwangsbehandlung durchsetzen konnte. In den beiden aktuellen Fällen hatten sich Patienten in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung dagegen gewehrt, sich mit …
(kb). Ein Arzt ist verpflichtet, sich auf seinem Fachgebiet regelmäßig weiterzubilden. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, die in einer führenden Fachzeitschrift veröffentlicht werden, muss er zeitnah im Berufsalltag umsetzten. Versäumt er diese Pflicht und kommt es zu Behandlungsfehlern, kann dies zu einem Schmerzensgeldanspruch des Patienten führen. Dies hat der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden (Urteil v. 20.6.2012, Az. 5U 1450/11). Der Senat sprach einer …
Berufsgenossenschaften (BGen) und Unfallkassen als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sichern ihre Versicherten gegen die Folgen von Arbeits- oder Wegeunfällen ab. Psychotherapeuten sind dabei in die Behandlung posttraumatischer Störungen infolge von Unfällen seit vielen Jahren einbezogen, allerdings hat diese Einbeziehung immer noch einen vorläufigen Charakter, es handelt sich um ein Modellverfahren.
Die Vergütung der Leistungen von Psychotherapeuten (PP/KJP und ÄP) war bisher …
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpom-mern (KVMV) kam am 2. Juni 2012 in Schwerin zusammen. Leider fehlte die Vertreterin der Fachgruppe Psychologische Psychotherapie, Karen Franz, ihre Stimmrechte waren niemand anderem übergeben worden. Ich war für den Beratenden Fachausschuss Psychotherapie als Gast anwesend.
Dr. Wolfgang Eckert, Vorsitzender der KVMV und Allgemeinmediziner, erstattete Bericht: Daten aus dem ersten Quartal konnte er noch nicht vorlegen; …
Der aktuelle Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)[1] bringt die ungleiche Verteilung der Honorare der somatischen Facharztgruppen gegenüber den PsychotherapeutInnen deutlich zum Vorschein: das durchschnittlich verfügbare Nettoeinkommen eines Allgemeinmediziners lag im 1. Halbjahr 2011 bei 30.105 Euro netto (davon sind noch Krankenversicherung und Altersvorsorge abzuziehen), während PsychotherapeutInnen im 1. Halbjahr 2011 durchschnittlich nur 15.947 Euro verdienten. …